Title:

Klee, Paul - ein Mensch und Maler

Description:  Arbeiten der späten 20er Jahre: Malerei- und Musikentwicklung.
Author:Lilija Kron
deutsch
  
ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012   ISBN: 3423050012 
 
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Paul Klee - ein Mensch und Maler


Hausarbeit von Lilija Kron

Paul Klee wurde am 18. Dezember 1879 in Münchenbuchsee bei Bern geboren. Sein Vater war Musiklehrer, seine Mutter Sängerin. Der Vater stammte aus Deutschland, die Mutter war Schweizerin. 1880 zog die Familie nach Bern um.

Sein Lehrer war der bekannte Maler Franz von Stuck. Später (1901, 1902) ging Klee nach Italien um sich dort der frühen christlichen und Byzanthiner Kunst zu widmen. Seine frühen Arbeiten sind Radierungen und Tinte-Zeichnungen Sie kombinieren satirische, groteske und surreale Elemente und zeigen den Einfluß von Francisco de Goya und James Ensor, die Klee bewunderte.

Klees Interesse am Malen und Zeichnen entwickelte sich sehr früh. Später schrieb er in sein Tagebuch:
"Meine Großmutter Frau Frick lehrte mich sehr früh, mit farbigen Stiften zu zeichnen. Als Klosettpapier wendete sie bei mir besonders weiche Sorten an. Im Restaurant meines Onkels, des dicksten Mannes der Schweiz, standen Tische mit geschliffenen Marmorplatten, auf deren Oberfläche ein Gewirr von Versteinerungsquerschnitten zu sehen war. Aus diesem Labyrinth von Linien konnte man menschliche Grotesken herausfinden und mit dem Bleistift festhalten. Darauf war ich versessen. Mein Hang zum Bizarren dokumentierte sich."

1899 lernte Paul Klee die Pianistin Lily Stumpf, eine Arzttochter aus München, kennen. Sie verliebten sich und heirateten schliesslich nach sechsjähriger Verlobungszeit. Nach seiner Heirat, 1906 zog Klee nach München, damals ein wichtiges Kunst-Zentrum. In diesem Jahr stellte er seine Radierungen zum ersten mal aus. Am 30. November 1907 kam sein einziger Sohn, Felix, zur Welt. Die Rollenverteilung im Hause Klee war für die damalige Zeit etwas ungewöhnlich. Lily verdiente das Geld als Klavierlehrerin, Paul kümmerte sich um Sohn Felix und besorgte den Haushalt. Hin und wieder gab es beim Babysitten nachbarschaftliche Hilfe von Kandinsky. Noch bemühte sich der junge Maler um Anerkennung.
Seine Freundschaft mit den Malern Wassily Kandinsky und August Macke bewirkten den Beitritt zu der Vereinigung "Der Blaue Reiter", eine Gruppe von Expressionisten, die viel zur Entwicklung von abstrakter Kunst beitrugen. Ein Wendepunkt in Klees Karriere war sein Besuch in Tunesien mit Macke und Louis Molliet 1914. Er war so begeistert von dem intensiven Licht, daß er schrieb: "Die Farbe hat von mir Besitz ergriffen; ich muß sie nicht länger jagen. Das ist das wichtige in diesem Moment. Die Farbe und ich sind eins. Ich bin Maler."


"Er war eine persona grata und wir von der Familie haben ihn wie einen Gott angehimmelt", erinnert sich sein Sohn Felix. "Mein Vater war Pädagoge, wie ich noch heranwachsendes Kind war, und er hat auch manchmal ganz schön zugegriffen, wenn es ihm nötig erschien.Wenn er eine für ihn unrichtige Sache empfand, hat er sich ziemlich temperamentvoll durchgesetzt."

Paul Klees musikalische Vorliebe lag bei der Klassik. Moderne Musik gehörte nicht in sein Repertoire. "Mein Vater hat ja keine moderne Musik gespielt", verrät Felix Klee. "Er fing eigentlich bei Bach an und hörte bei Mozart auf. Ja, das ist eine ganz interessante Sache, wie ein moderner Meister sich im Grunde nur mit klassischer Musik beschäftigt. Er kam noch zu Beethoven, das muss ich dazu sagen."
Jetzt bestanden seine Bilder aus farbigen Rechtecken, die die Größe der Mosaikstücke, die er auf seiner Italien-Reise sah, hatten.Das Bild "Rote und Weiße Dome" (Wasserfarbe, 1914) ist bezeichnend für diese Periode. Klee brachte Buchstaben und Zahlen in seine Bilder ein. Diese komplexe Sprache der Symbole und Zeichen benutzte er unbewußt. Er erreichte damit eine Vereinigung von Abstraktion und Wirklichkeit. Er schrieb, daß "Kunst nicht das Sichtbare reproduziert, sondern sichtbar macht". Er verfolgte dieses Ziel mit vielen Techniken. Zwar dominierten bei ihm Farben und Linien, jedoch benutzte er auch die Mosaiktechnik und andere Effekte.
1921 wurde Paul Klee Professor am Bauhaus in Weimar. Anfangs war er Formmeister in einem Glasmaler-Atelier, dann in einem Weber-Atelier. Später unterrichtete er eine Malklasse. "Als ich dazu kam, zu unterrichten," schrieb Paul Klee, "musste ich mir genau klar werden über das, was ich meist unbewusst tat."

Als Klee Lehrer am Bauhaus war, hatte er einen genau geregelten Tagesablauf. In den Augen seines Sohnes Felix Klee war der Vater "ein sehr exakter Künstler. Er ging pünktlich ins Bauhaus, um seine Studien fortzusetzen und auch seinen Unterricht fortzusetzen und hat es auch immer pünktlich um zwölf Uhr verlassen, um zu Hause Mittag zu essen. Um zwei, halb drei ging er wieder ins Bauhaus und machte den zweiten Teil nachmittags bis um sechs Uhr… Sehr korrekt hat er die Zeit eingehalten, fast wie ein Bürokrat. Er war auch irgendwo ein idealer Bürokrat."

Paul Klee bemühte sich in seinem Unterricht, theoretische Kenntnisse zu lehren, die er sich vorher selbst erarbeitet hatte. Er machte seinen Schülern keine Vorgaben, sondern hielt sie zum Zeichnen und Malen an. "Weil diese Tätigkeiten zwingend zur Berührung mit wesentlichen Gesetzmäßigkeiten führen."

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar. In Lessings Laokoon, an dem wir einmal jugendliche Denkversuche verzettelten, wird viel Wesens aus dem Unterschied von zeitlicher zu räumlicher Kunst gemacht. Und bei genauerem Zusehen ist's doch nur gelehrter Wahn. Denn auch der Raum ist ein zeitlicher Begriff."

Klee selber beschrieb seinen Unterricht einmal so: "Der Meister geht auf und ab, weinrot, mit oben ganz weiten Hosen. Die Brille darf nicht unerwähnt bleiben. Er ergreift eine Kohle, sein Körper sammelt sich, als ob er sich mit Energien ladete, und geht dann plötzlich zweimal nacheinander los. Man sieht die Form zweier energischer Striche. Die Schüler werden aufgefordert, das nachzumachen, dann kommandiert er's im Takt, dann lässt er dasselbe Exercitium stehend ausüben. Zu oberst sitze ich im Eck auf dem Stuhl und rauche Pfeife. Weimarer Leben und Treiben gibt es für mich nicht. Ich arbeite, spreche die ganze Zeit keinen Menschen."

Seine Arbeiten sind voll von Träumen, Musik und Dichterei. Es ist schwer, ihn einzuordnen. Seine Werke passen zum Surrealismus, Kubismus und primitiver Kunst.
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB: mit Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz, BeurkundungsG, BGB-Informationspflichten-Verordnung, Einführungsgesetz, ... Rechtsstand: 1. August 2012
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrecht, mit …
Strafgesetzbuch StGB: mit Einführungsgesetz, …
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, …
Arbeitsgesetze
Basistexte Öffentliches Recht: Rechtsstand: 1. …
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit …
 
   
 
     

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